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CHRISTA WOLFS ROMAN KASSANDRA: DIE KRITIK AN HEGEMONIALE MAENNLICHKEIT ANHAND DER KONSTRUKTION EINER ALTERNATIVEN MYTHOLOGIE

Journal: International Education and Research Journal (Vol.9, No. 10)

Publication Date:

Authors : ;

Page : 64-67

Keywords : Patriarchie; Krieg und Heldentum; Alternative Mythologie; Hegemoniale Männlichkeit;

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Abstract

In Christa Wolfs Roman Kassandra erscheint die mythologische Figur Kassandra als Widerstandskämpferin gegen die Machtverhältnisse des Patriarchats. Nachdem Kassandra lange Zeit von Männern miβhandelt und gefoltert wurde, stellt sie sich schließlich als tugendhafte Frau aus Troja dar. Kassandra, eine Randfigur der griechischen Literatur, wird durch Christa Wolfs Roman zu ihrer Würde zurückgewonnen. Im Roman baut sich eine alternative Mythologie im Prozess der narrativen Darstellung von Kassandra als Frau auf, die sich offen zu ihrer Kritik an der männlichen Hegemonie äußert, was eine Abkehr von ihrer unterworfenen Position darstellt, wie sie durch die traditionelle griechische Mythologie vermittelt wird. Sie lehnt die Hohlheit des Krieges ab und prangert sie an, die darauf abzielt, den Mythos männlicher Kriegshelden aufrechtzuerhalten. Wolf skizziert das Leben von Kassndra in einer Frauengemeinschaft, in der sich ihre Vision einer alternativen Gesellschaftsordnung, die auf Frieden und Menschlichkeit basiert, verschärft. Durch diese Vision beschwört Wolf eine utopische Ordnung, die ein Gegenmodell einerseits zu einer auf männlicher Hegemonie basierenden Gesellschaftsordnung und andererseits zu der männlichen Dominanz auf Kosten der ständigen Unterwerfung der Frauen darstellt.

Last modified: 2024-02-07 18:49:42